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06. Feb. 2008

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Peter Pilz: Vertuscht und geschädigt - das ist die Bilanz des Versuchs zweier Innenminister, den Fall "Kampusch" zu ihren Gunsten zu schönen. Ich stelle heute die Berichte der Polizei ins Netz. Vielleicht wird dann der Innenminister endlich tätig.

Der Polizeihundeführer, der vor zehn Jahren den entscheidenden Hinweis gegeben hat, ist bis heute nicht einvernommen. Bis heute versucht der Innenminister, die Spuren seiner Partei im Fall "Kampusch" zu verwischen. Bis heute sind die Kabinetts-Mitarbeiter, die die Vertuschung organisiert haben, nicht einvenommen worden.

Und jetzt zum neuen Fall.

Innenminister Strasser wollte einen Anwalt aus dem Menschenrechtsbeirat entfernen: Dr. Georg Bürstmayr. Dazu ließ er das BKA politisch missbrauchen.

 

Die Chronologie

Seit Anfang April 2004 wurde gegen RA Bürstmayr, Leiter der Kommission OLG I, des Menschenrechtsbeirates, ermittelt.

Im September 2004 erging der Vorschlag des Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates zur Weiterbestellung der KommissionsleiterInnen an den Innenminister. Der Vorschlag beinhaltete Rechtsanwalt Bürstmayr als Leiter der Kommission OlG Wien I.

In einem Mail vom 22.9.2004 erteilt das Kabinett des Innenministers den Auftrag an verschiedene Abteilungen und nachgeordnete Dienststellen zu erheben, in welchen Verfahren gegen Behörden des BMI die RAE Bürstmayr und Lorenz als ParteienvertreterInnen aufgetreten sind.

Am 11.10 und am 16.10.2004 wurden die vom Kabinett beim BKA beauftragten Sachverhaltsdarstellungen an die STA übermittelt.

Am 15.10.2004 stellte die STA die Ermittlungen gegen RA Bürstmayr ein.

Am 19.10.2004 teilte Innenminister Strasser dem Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates ohne weitere Begründung mit, dass er für die Leitung der Kommission OLG I um einen neuen Besetzungsvorschlag ersucht.

Daraufhin gab es heftigen Widerspruch durch den Vorsitzenden des Menschenrechtsbeirates. MenschenrechtsexpertInnen, NGOs, v.a. Amnesty International, haben die sofortige Wiederbestellung Bürstmayrs verlangt. Der Innenminister musste nachgeben.

Erst am 18.10.2004 erfahren die RechtsanwältInnen, dass gegen sie ermittelt wurde, bzw. wird.

Im Innenausschuss am 27.10.2004 behauptete der Innenminister, dass er von den Ermittlungen gegen Lorenz und Bürstmayr keine Kenntnis hatte. Er sei erst am 22.10. oder 25.10 von seinem Pressesprecher darüber informiert worden.

Am 2.11.2004 wurden die Ermittlungen gegen RA Lorenz eingestellt

 

Die Weisung

Am 9. November informierte der Leiter des BKA, Dr. Haidinger, das BIA in einem Mail über einen Vorfall, der untersucht werden sollte. Es handelte sich um eine Weisung, die der Kabinettsmitarbeiter Mag. Peter Webinger dem Leiter des Schlepperbüros (BKA Abt. 3/6, Menschenhandel/Schleppereibekämpfung) erteilt hatte.

Der Abteilungsleiter hatte sich schriftlich an den Direktor des BKA gewandt, der diese Information an das BIA weitergab.

„Sehr geehrter Herr Direktor!

Am 6. Oktober 2004 während meines Urlaubes rief mich Herr Mag. WEBINGER an und erkundigte sich, ob in der Causa Bürstmayr bereits eine Sachverhaltsdarstellung an die StA gegangen ist. Ich verneinte das. Darauf meinte dieser, wir (damit meinte er meine Kollegen und mich) so schnell wie möglich die Sachverhaltsdarstellung an die StA schicken sollen. Ich sagte darauf, dass ich keine strafrechtliche Relevanz sehe und machte den Vergleich: wenn jemanden bei Grün über die Kreuzung geht, kann ich auch nichts Strafbares erkennen. Daher schicken wir NICHTS an die StA. Herr Mag. WEBINGER meinte darauf, wir haben aber sofort alle Fakten an die StA zu schicken. Ich fragte, warum wir das tun sollen oder ob das der HBM so will. Darauf sagte Herr Mag. WEBINGER: "Ja, so ist es!". Darauf erwiderte ich: Na dann ist die Sache klar, dann werden wir den Sachverhalt ehebaldigst an die StA schicken. Mag. WEBINGER meinte dann noch, dass das aber wirklich sofort, in den nächsten Tagen, zu geschehen hat.

Unmittelbar nach diesem Gespräch wies ich Bzl. STEINER an, alle Informationen in dieser Causa im Rahmen einer Sachverhaltsdarstellung an die StA zu schicken und da ich in Urlaub war, vom Herrn AL, Mag. ZWETTLER, approbieren zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerald Tatzgern (aus dem Zug)“

Diese Weisung führte zur Anzeige an die StA, die dem Minister den Vorwand für die Entfernung von Bürstmayr aus der Kommission des Menschenrechtsbeirats lieferte.

 

So, und jetzt noch die Zusammenfassung der gestrigen Sitzung durch die Parlamentskorrespondenz, die ja im innenausschuss dabei war. 

 

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Antwort erstellt am: 11.02.2008 01:50:04
von: QuestionAuthority

Ein Innenminister der sich selbst die Macht erschleicht jeden beliebigen Bürger ohne gerichterliche Zustimmung zu überwachen sollte selbst überwacht werden. Denn wer gibt die Garantie das er diese >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 07.02.2008 11:39:13
von: @Harry

Komm - red keinen Blödsinn und geh dein Parteibuch streicheln.

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Antwort erstellt am: 07.02.2008 10:48:33
von: Harry

Es ist eine Schweinerei, wenn man einen Innen- minister bespitzeln soll. Laut den GRÜNEN, soll niegerns eine Überwachungskamera montiert sein. Die Giftspritze Pilz, ist anscheinend >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 07.02.2008 10:40:12
von: Herbert Slavik

Es ist eine Schweinerei, wenn man einen Innen- minister bespitzeln soll. Laut den GRÜNEN, soll niegerns eine Überwachungskamera montiert sein. Die Giftspritze Pilz, ist anscheinend >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 07.02.2008 08:52:35
von: quo vadis

dass strasser, dieser arrogante despot, im innenministerium menschenverachtend agierte, ist aber wirklich nichts neues, herr pilz, da hätten sie seit 2000 ein beträchtliches betätigungsfeld >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 23:35:00
von: Martin

Bravo Peter ! Wer ist in Österreich eigentlich noch sicher ? Nichteinmal vor der eigenen Polizei, Fall Kampusch erinnert irgendwie an den Fall Dutroux in >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 22:48:59
von: macdoc

ist ja de facto kein Unterschied

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 20:42:35
von: smart data continuum

egal ob kampfposter oder brave wählerschafe, das niveau der övp fangemeinde in diversen foren ist von dem der fpö peons kaum noch unterscheidbar.

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 19:19:21
von: developer - anonym

finde den einsatz von herrn pilz seehr korrekt... und wenn man damit auch nur ein paar leute wachrüttelt .... vl steigt dann auch die wahlbeteiligung... aber zu wessen gunsten? ... hat schon jemand >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 19:13:10
von: 127.0.0.1

na endlich kann der pilz sich wieder wichtig machen unter dem motto "wo pilz draufsteht, ist nichts drin". ... und alle leute als ÖVP-Kampfposter zu bezeichnen, die nicht eurer meinung >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 18:57:24
von: brigitte

da hat das giftpilzerl wieder ordentlich was zum stenkern gefunden. die profilierungssucht dieses herrn ist schon unerträglich, so wie die ganze grüne partei.

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 18:57:23
von: mizzi

na endlich kann der pilz sich wieder wichtig machen unter dem motto "wo pilz draufsteht, ist nichts drin". ... und alle leute als ÖVP-Kampfposter zu bezeichnen, die nicht eurer >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 18:52:41
von: xenu von xenu

Eine klitzekleine Frage... Wenn Herr Dr.Haidinger bis Sonntag, 03.02.2008 abends, BKA Direktor war und Herr General Franz Lang ab 1.Juli 2008 BKA Direktor sein wird...... Wer bitte ist >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 18:17:02
von: Fodor Frolikk

schau, schau,... auch die ÖVP K(r)ampfposter wollen sich hier unnötig wichtig machen :-(

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 17:53:41
von: Gabi

Ich bin an vielen Phänomenen in unserer Gesellschaft interessiert und daher auch in diesem Blog gelandet. Leider bin ich zu dem Schluß gekommen, daß es sich um eine Profilierungsbühne vonPeter >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 17:37:53
von: Diese Seite ist sowas von entbehrlich!!

Der Pilz will sich ja nur wichtig machen.

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 17:04:26
von: Tom

So, habe mir jetzt alles aus den Medien durchgelesen, der Pilz redet ja echt nur noch Unsinn: Also: Der Hinweis war "anonym" (mußte auf Wunsch des Polizisten anonymisiert werden, die >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 12:20:24
von: Chris

Parteiverwechslung, Herr Pilz! Zur Zeit der Kampusch-Entführung war der Innenminister von der SPÖ! Und eines versteh ich nicht: Da steht überall in den Zeitungen, dass wegen der Sache seit letztem >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 10:42:17
von: @gabi

liebe gabi, was sind denn ihrer ansicht 'richtige' probleme??? und warum immer schublade? was berechtigt sie, anzunehmen, dass alle spg gegner automatisch 'grüne' sind??? JA, für uns ist die >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 10:35:19
von: NTL

noch eine geschichte von gestern: als wir gestern vor dem parlament 'platterwatchten', sahen wir nicht nur einen 'nichts zu verbergenden', lächelnden innenminister (das lachen dürfte ihm danach ja >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 10:34:00
von: Gabi

Ich dachte, mit Faschingsende habe auch der "Gag", Platter zu "beobachten" sein Finale erreicht. Dass Grüne über einen Gag hinaus ihre Zeit so verschwenden, wundert mich >> mehr lesen

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Antwort erstellt am: 06.02.2008 10:28:26
von: Anonyma

Glauben Sie in anderen Ressorts geht es anders zu? Da werden kleine Mitarbeiter von Abteilungsleitern zu Erstellung von Werkverträgen an befreundete Firmen der Pressesprecher etc. gezwungen. >> mehr lesen

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